Arbeitnehmer begeistern – ein wichtiger Schritt zum Unternehmenserfolg

Di, 14. Mai 2019

Deutschlands Arbeitnehmer sind unzufrieden. Nach dem Gallup Engagement Index 2018 verlieren Unternehmen in Deutschland geschätzt zwischen 77 und 103 Milliarden Euro durch die innere Kündigung von Beschäftigten. In der Gallup-Untersuchung gaben zudem 71 % der befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, nur eine geringe emotionale Bindung zum Unternehmen zu haben, in dem sie tätig waren. 14 % sagten bei der Befragung sogar, keinerlei emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber zu haben. Zahlen, die jeden Unternehmer in Deutschland erschrecken sollten.

 

 

Deutschlands Arbeitnehmer sind unzufrieden. Nach dem Gallup Engagement Index 2018 verlieren Unternehmen in Deutschland geschätzt zwischen 77 und 103 Milliarden Euro durch die innere Kündigung von Beschäftigten. In der Gallup-Untersuchung gaben zudem 71 % der befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, nur eine geringe emotionale Bindung zum Unternehmen zu haben, in dem sie tätig waren. 14 % sagten bei der Befragung sogar, keinerlei emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber zu haben. Zahlen, die jeden Unternehmer in Deutschland erschrecken sollten.

 

Je niedriger die emotionale Bindung, umso schlechter die Leistung

 

Das Fehlen einer emotionalen Bindung führt dazu, dass Arbeitskräfte unmotiviert sind, sich nicht übermäßig anstrengen, keine oder nur wenig Ideen einbringen und – überspitzt formuliert – in erster Linie aufs nächste Wochenende oder den nächsten Urlaub warten oder häufiger krank sind. Zu den interessantesten Ergebnissen der Gallup-Untersuchungen aus den Jahren 2017 und 2018 gehört, dass vor allem die direkten Vorgesetzten den Beschäftigten die Arbeit vergällen und im Gegensatz dazu in agil arbeitenden Unternehmen 43 % statt durchschnittlich 15 % der Arbeitskräfte eine hohe emotionale Bindung zum Unternehmen aufwiesen.

 

Beides hängt eng miteinander zusammen. Denn in agil arbeitenden Unternehmen bedeutet Führung nicht in erster Linie, Anweisungen zu geben und viel von den Beschäftigten zu fordern, aber wenig zu bieten. In agilen Unternehmen motiviert die Teamleitung stattdessen ihr Team, sein Bestes zu geben. Sie begeistert ihre Mitarbeiter und verleiht jeder Tätigkeit Sinn. Denn jede Arbeit ist auf ihre Weise sinnvoll. So sorgt die Reinigungskraft dafür, dass sich alle im sauberen Arbeitsumfeld wohlfühlen. Die Mitarbeiter in der Buchhaltung helfen zu erkennen, wenn eine Umsatzsparte des Unternehmens besser (oder schlechter) läuft als die anderen, und können somit dazu beitragen, dass sich das Unternehmen auf die gewinnbringenden Bereiche konzentriert. Arbeitskräfte in der Produktion sehen rasch, welche Verbesserungen sinnvoll wären, um die Kunden zufriedenzustellen. Die Beschäftigten im Verkauf wiederum sind ganz nah an den Kundenwünschen dran und können sie an ihre Vorgesetzten oder die Geschäftsleitung weitergeben, damit das Unternehmen die Kunden noch stärker an sich bindet, indem es rasch auf deren Bedürfnisse reagiert.

 

Sinn in der Arbeit – ein wichtiger Wert

 

Sinn in der eigenen Arbeit zu finden, motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft mehr, als es eine Gehaltserhöhung könnte. Eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half von 2017 ergab, dass Menschen, die Sinn in ihrer Tätigkeit sehen, mehr als doppelt so zufrieden im Job sind wie andere. Das wiederum trägt zu einer starken emotionalen Bindung zum Unternehmen und damit auch zu besseren Unternehmensergebnissen bei. Die Beschäftigten sind stolz auf das, was sie tun, und kommunizieren das in der Regel auch nach außen. Damit machen sie automatisch Werbung für „ihr“ Unternehmen – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

 

Mehr Freiheiten und eine bessere Fehlerkultur

 

Um diese emotionale Bindung zu schaffen, müssen Führungskräfte den Mut aufbringen, ihren Mitarbeitern Freiheiten zu gewähren – ein weiteres Indiz für agil arbeitende Unternehmen. Genauso muss es erlaubt sein, Fehler zu machen. Denn wenn Fehler gestattet sind, werden diese schnell kommuniziert, das Team kann sofort reagieren und die Probleme beheben – und natürlich auch aus ihnen lernen. In eher autoritär geführten Abteilungen hingegen vertuschen Beschäftigte Fehler häufiger, weil sie Repressalien befürchten. Und das kann unter Umständen weitere, schlimmstenfalls für das Unternehmen schwerwiegende Probleme nach sich ziehen. Ein Teufelskreis!

 

Deshalb: Beziehen Sie die Beschäftigten in die Gestaltung der Arbeitsabläufe und in sie betreffende Entscheidungen ein, verlangen Sie kontinuierliches Feedback von ihnen, nehmen Sie auch Kritik in Kauf und berechtigte Wünsche Ihrer Arbeitskräfte ernst. Als Folge steigt die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter und ihre emotionale Bindung zu Ihrem Unternehmen. Innere Kündigungen und mangelnde Motivation der Beschäftigten sind für Ihr Unternehmen dann in der Regel kein Thema. 

 

 

Autor: Nora Heer

Dieser Artikel wurde zuerst auf www.lead-digital.de veröffentlicht.

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